Schweden  -  Ganggesteine  -  Kullait (Kullen)

Der Rotgneis des Kullabergs wird durch permische Gänge aus Dolerit, Amphibolit und Kullait durchschlagen.
 
Handstücke aus dem Anstehenden, Geozentrum Hannover u. a.:
Kullait vom Kullen Kullait vom Kullen Kullait vom Kullen Kullait vom Kullen
Kullen Kullen Nordhang Kullen Ablahamn  Kullen Ablahamn
Kullait Wallengrensgrottan Kullait, Kullen Josefinelust
Kullen Wallengrensgrottan Kullen NE Kulla Kullen Josefinelust
Kullait Sjaelland Odde      
FO: Sjaelland Odde (Geschiebe)      
 
Beschreibung aus Zandstra 1988 (s. u.) S.350:
Kullait
"...Wie das vorhergehende hat auch dieses Ganggestein eine ophitische Grundmasse. Obwohl diese Masse sehr feinkörnig ist, ist der Wirrwarr an schmalen Feldspatleisten mit Hilfe einer Lupe gut zu sehen. Wenn, wie beim normalen Typus, keine Feldspateinsprenglinge vorkommen, ist die Ähnlichkeit mit einem feinen Diabas groß; die rote Farbe des Gesteins allerdings steht für sich selbst.
Feldspat ist der wichtigste Bestandteil. Neben Plagioklas tritt etwas Kalifeldspat auf (zusammen ca. 68 Gew.%), ferner in Delessit umgewandelter, dunkelgrüner Chlorit (17,5%) sowie Erz (10,5%), in großem Abstand gefolgt von Quarz (2%) und Apatit (2%), nach Angaben in Hjelmqvist (1930). Bis auf das Fehlen von Epidot stimmt die mineralogische Zusammensetzung also in hohem Maße mit dem Kullait von Dalby überein (siehe auch Hennig 1890).
Mandelförmige Ansammlungen von Feldspat wie im Dalby-Typus werden auch am Kullen festgestellt, sind hier aber viel seltener. Zuweilen treten auch echte Feldspateinsprenglinge auf, diese wiederum sind häufiger als bei Dalby. Jedoch werden in Geschieben von Kullen-Kullait praktisch keine auffallenden Einsprenglinge zu sehen sein.
Das merkwürdige Gestein kommt in einer steilen Felspartie auf einer Landzunge nördlich von Malmö an der Westküste von Schonen vor. Der Hauptgang ist nur wenige Meter breit..."
Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten (Nördliche kristalline Leitgeschiebe), E. J. Brill 1988 S. 350
 
Literatur:
Carserud L. 2003: Kullaberg. Sveriges mest välbesökta geologiska lokal, Geologiskt forum 10, 39 S. 38-45
Hesemann J. 1975: Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen, GLNW, S. 93.
Klingspor I. 1976: Radiometric age-determination of basalts, dolerites and related syenites in Skåne, southern Sweden
GFF 98, 3 S. 197-216
Norling E., Wikman H. 1990: Beskrivning till berggrundskartan Höganäs NO/Helsingborg NV, SGU Af 129 S. 1-123 H. 3 S. 251-297
Obst K. et al. 2004: Rift magmatism in southern Scandinavia in: Permo-Carboniferous extension-related magmatism at the SW margin of the Fennoscandian Shield. GSL Special publication 223, 259-288
Obst K. 1999: Die permosilesischen Eruptivgänge innerhalb der Fennoskandischen Randzone (Schonen und Bornholm) - Untersuchungen zum Stoffbestand, zur Struktur und zur Genese. Greifswalder Geowissenschaftliche Beiträge 7/1999 S. 1-121
Smed P./ Ehlers J. 2002: Steine aus dem Norden, Borntraeger S. 120 
Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten (Nördliche kristalline Leitgeschiebe), E. J. Brill 1988 
http://k.inventit.dk/show/german/vorderseite.aspx (Kullabergs Naturreservat)   www.lansstyrelsen.se/skane/.../3._Kullaberg.htm
 
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